Bei der pferdegestützten Therapie steht die Begegnung mit dem Pferd im Zentrum des therapeutischen Prozesses. Pferde reagieren unmittelbar und ehrlich auf die innere Verfassung eines Menschen – auf Anspannung, Unsicherheit oder fehlende Präsenz –, ohne diese zu bewerten oder zu beurteilen. Dadurch entsteht eine Art Spiegel, der Menschen hilft, eigene Verhaltensmuster, etwa im Umgang mit Nähe, Vertrauen oder Grenzen, unmittelbar zu erleben statt nur darüber zu sprechen. Diese Form der Therapie ist besonders geeignet für Menschen, die viel über sich reflektieren können, aber merken, dass sich dadurch im Alltag wenig verändert. Die Arbeit mit dem Pferd findet meist am Boden statt und erfordert keine Reiterfahrung. Themen wie Selbstvertrauen, Beziehungsmuster, emotionale Regulation oder Präsenz lassen sich hier oft leichter und direkter erfahrbar machen als in einem reinen Gesprächssetting. Am Ende steht häufig ein verkörpertes, nicht nur intellektuelles Verständnis der eigenen Muster.
Zu Beginn steht ein Gespräch, in dem das aktuelle Anliegen sowie erste Themen und Fragestellungen geklärt werden. Es wird besprochen, was in der Arbeit mit dem Pferd im Vordergrund stehen soll.
Die eigentliche Sitzung findet auf dem Hof in Colares statt und beginnt meist mit einer kurzen Ankommensphase, in der Kontakt zum eigenen Körper und zur Umgebung hergestellt wird. Vorkenntnisse im Umgang mit Pferden sind nicht erforderlich.
Im weiteren Verlauf begegnet die Person dem Pferd in konkreten Übungen und Interaktionen – meist am Boden. Das Verhalten des Pferdes gibt dabei unmittelbare Rückmeldung auf die innere Verfassung und eigene Verhaltensmuster, etwa im Umgang mit Nähe, Führung oder Grenzen.
Im Anschluss an die Interaktion mit dem Pferd werden die gemachten Erfahrungen gemeinsam reflektiert und mit dem ursprünglichen Anliegen in Verbindung gebracht. So entsteht ein Übergang vom unmittelbaren, körperlichen Erleben zu einem bewussteren Verständnis eigener Muster. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach dem individuellen Prozess.
Dauer und Kosten
Eine Sitzung in der pferdegestützten Therapie dauert 50 Minuten und kostet 120 €.
Die Termine können über den Kalender gebucht werden. Die Buchung wird mit der Bezahlung im Voraus verbindlich abgeschlossen.
Kontinuierliche Begleitung
Wenn du für dein Anliegen eine Begleitung über einen längeren Zeitraum wünschst, können wir einen verbindlichen Rahmen von fünf Sitzungen zu einem Paketpreis vereinbaren.
5 Sitzungen à 50 Minuten: 540 € (statt 600 €)
Die Termine werden passend zu deinem Anliegen und dem gewünschten Rhythmus gemeinsam geplant.
Reduziertes Honorar
Ich halte eine begrenzte Anzahl an Beratungsplätzen zu einem reduzierten Honorar frei. Sie sind für Menschen gedacht, die sich dringend Begleitung wünschen, das reguläre Honorar derzeit aber nicht aufbringen können.
Wenn das auf dich zutrifft, sprich mich an. Gemeinsam klären wir, ob ein Platz verfügbar ist und welcher Beitrag für dich möglich ist.
Die Begleitung findet bei Naima Ehlert statt – auf einem privaten Hof in Colares, Sintra, auf Deutsch oder Englisch.